Wohlthaten Gottes,) ist Naturgefühl des gebildeten Menschen. Die Vorstellung von Gottes Güte, Groß- muth, Uneigennützigkeit und Unverdrossenheit belebt sie. Das Dankgefühl bewirket Veredelung unserer Seele, und zweckmäßigen Gebrauch der Wohlthaten Gottes. i Mos. 32, io. 2 Sam. 7, 13 . Ps. 50, 2Z. Nr. 338, i-3 7- 8.
Liebe, (Zuneigung, die uns zu ihm hinzieht,) ist ein Gefühl, welches in dem menschlichen Herzen aus Wohlgefallen an Gott, entsteht. Dabei wirken Vorstellungen von seinen Eigenschaften und Verdiensten um uns. So erzeugt sie bei uns Eh rfu rch t, (kindliche Furcht;) je reiner diese vom Zwanggefühle wird, desto vollkommener ist unsre Liebe zu Gott. Rom. 8, 15. i Joh. 4, 18. 19. Cap. 5, 3. Nr. 328, l. 2. 7. 8.
Vertrauen, (Zuversicht auf seine Kraft und auf seinen besten Willen,) flößt uns die Betrachtung seiner Eigenschaften ein, die uns bezeugen, dass er helfen kann und will. Es bewirkt bei uns Zufriedenheit, Genügsamkeit, Ergebung, Gelassenheit. Pf. 55, 23. Ps. 37. 5. Nr. 344,1-3.— Dann hoffen wir, dass er uns hier schon so viel Glück schenken werde, als mit unserem Seelenwohl bestehen kann. B. wodurch versetzt uns das Chriftenthum in dies Verhaltniss mit Gott? — Durch Jesus Christus. Der Schöpfer setzte die Menschen durch die Natur schon mit sich in Verbindung. Aber die Menschen zerrissen diese Verbindung. Die sittliche Natur des Menschen litt dtrrch die Sünde zu sehr. Unwissenheit, Irrthum, sündliche Gewöhnung wirkten zu mächtig. Einzelne Menschen erhoben sich etwas mehr über das Verderben. Daran nahmen die Übrigen nicht Theil. Es gab kein hinreichendes

