i. (Sitte Mirthschaft, (gutes Haushalten) besteht in richtiger Bewahrung und Anwendung unseres Eigen« thums. Dazu gebärt ein richtiger Überschlag unseres Einkommens, in Hinsicht auf unser Bedürfniss, und darnach getroffenes Lerhältniff zwischen unsrer Ein- nabme und Ausgabe. Wer mebr aufwendet oder aus- giebt, als er sollte, der verschwendet; — weniger: — geizet. Meide beide Klippen! Sei christlich spar« sam! Ioh. 6, 12. Sprichw. iz, n. Sprichw. 23, 21. Luk. 12, 15. [16*21. Luk. 15, 12*21.] 1 Tim. 6, 9. 10, Nr. 474, 6. 7.
Unsichere Quellen des Wohlstandes sind: Erbschaft, Geschenke rc.; schlüpfrige: Wette, Spiel, Prämie, Geldwechsel, Leihgeschäfte rc. Sir. 27, 2. z. völlig sündliche und strafbare: Betrug, Dieb* stahl, Raub. [Vergl. unter dieser Abtheil. Eigenthum des Mitmenschen ] Nr. 477, 4.
Bist du reich, so sei nicht stolz darauf, sondern wirke Gutes! i Tim. 6, 17-ly. Matth. 6, 20. 21 , 24. Nr. 474, 8. Bist du dürftig, so sei genügsam, getrost und unverdrossen! 1 Tim. 6, 6. Sprichw. iz, 7. Pred. 5, 17. 18. Preise dich glücklich, wenn du dein Auskommen hast! Sir. io, 30. Sprichw. 30, 8. 9.
5. Lass dich nicht durch falschen Ehrtrieb verführen! Unterscheide äußere Ehre, (gute Meinung Andrer von uns,) von innerer Ehre, (Bewusstsein unseres Werthes!) Traue der ersteren nicht! und der letzteren nur dann, wenn du vor Selbst« tauschung sicher bist! Edle Nacheiferung ist wetteifernder Ehrtrieb, ohne Neid; ein mächtiger Sporn menschlicher Kraftanstrengung. Aber webe dem Wett» eifer, wenn er in der Wahl deö Gegenstandes oder

