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Das fünfte Gebot: Du sollst nicht tödten! Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unserem Nächsten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid thun, sondern ihm helfen und för- dern in allen Leibesnöthen.

Das sechste Gebot: Du sollst nicht die Ehe brechen! Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir keusch und züchtig leben in Wor­ten und Werken, und ein jeglicher sein Gemahl lieben und ehren.

Das siebente Gebot: Du sollst nicht stehlen! Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsers Nächsten Geld oder Gut nicht nehmen, noch mit falscher Waare oder Handel an uns bringen; sondern ihn sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten.

Das achte Gebot: Du sollst nicht falsch Zeug- niss reden wider deinen Nächsten! Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unfern Nächsten nicht fälschlich belügen, verrathen, afterreden, oder bösen Leumund machen, sondern sollen ihn entschul­digen, Gutes von ihm reden und alles zum besten kehren.

Das neunte Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus! Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unserem Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause stehen, noch mit einem Schein des Rechten an uns bringen, sondern ihm dasselbe zu behalten förderlich und dienst­lich sein.

Das zehnte Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh oder alles, was sein ist! Was ist das? Wir sollen Gott fürch­ten und lieben, dass wir unserem Nächsten sein Weib, Gesinde oder Vieh nicht abspannen, abdringen oder ab­wendig machen, sondern dieselben anhalten, dass sie bleiben, und thun was sie schuldig sind.

Schluss. Was sagt Gott von allen diesen Ge­boten? Er sagt also: Ich, der Herr, dein Gott, bin ein starker eifriger Gott, der über die, so mich hassen, die Sünde der Väter heimsuchet an den Kindern, bis ins