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Mozart Demophon nicht; warum war es ihm nicht möglich, sich das Libretto zu verschaffen? Wir wissen es nicht, und die Briefsteller scheinen es ebenfalls nicht zu wissen. Wie sie, müssen wir uns also auf Vermuthungen beschränken.

Der Leser wird nicht vergessen haben, daß Mozart gleich bei seiner Ankunft in Paris den Auftrag erhalten hatte, die Chöre eines Miserere von Holz bau er zu überarbeiten und eine Symphonie-Concertante für Flöte, Oboe, Fagot und Waldhorn zu schreiben. Er wird sich ebenfalls erinnern, daß die erstere Arbeit Gossec's Beifall erhielt; die zweite wurde von den Künstlern, für die sie bestimmt war, bis in die Wolken erhoben. Als aber der Tag erschien, an welchem das Miserere aufgeführt werden sollte, stand Mozart's Name nicht auf dem Anschlagzettel, und von vier neu componirten Chören ließ man die zwei schönsten weg, so daß der Componist, den man so sehr gedrängt und für diese Arbeit so zu sagen an die Kette gelegt hatte, ein mühsames Geschäft umsonst gethan sah. Die Symphonie-Concertante hatte ein noch viel unglücklicheres Geschick, denn sie wurde gar nicht ausgeführt. Mozart hatte die Partitur Le Gros zugestellt, damit er sie dem Copisten übergäbe. Einige Tage hernach sah er sie noch auf dem Tische des Direktors liegen und endlich am Abende vor dem Conzerte, als er sie nicht mehr fand, suchte er nach ihr und entdeckte sie unter einem Stoße Notenhefte. Erstaunt über diese Nachläßigkeit begab sich Mozart, ohne sich jedoch seinen Verdruß anmerken zu lassen, zum Direktor und fragte ihn, ob er seine Symphonie zum Abschreiben gegeben habe, worauf dieser, ohne eine weitere Entschuldigung hinzuzufügen, erwiederte:nein, ich habe es vergessen." Man hatte noch zwei Tage Zeit, in denen man dieses auffallende Vergessen wieder gut zu machen im Stande gewesen wäre. Mozart, der nicht wußte, was er von einer so

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