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ganz verwerfen, oder vermöchte sie wenigstens zu begreifen, wenn sie sich auf gewisse Opern der jetzigen Zeit bezöge, in welchen augenscheinlich die Stinnnen dem Orchester zum Opfer gebracht werden. Was sollen aber Statue mtb Fußgestell im Gegensätze, Mozart gegenüber, bedeuten, dem singbarsten der Componisten, dessen Vocalmelodieen sich dem Ohre am tiefsten einprägen und am besten darin verbleiben, weil es im Allgemeinen keine natürlichere, klarere und ausdrucksvollere gibt.
Daß Mozart in Paris eine Menge geheime und offene Feinde unter seinen Kunstgenossen gefunden, scheint allerdings wahrscheinlich; daß eine eifersüchtige, ihm unsichtbare Hand, ihn vom Theater ausgeschlossen habe, darf man ebenfalls mit vieler Zuversicht annehmen; aber nachdem ich die Vermuthungen erwähnt habe, die man darüber in Paris und Salzburg aufstellte, halte ich es für nothwendig, einige Betrachtungen hinzuzufügen. Mir scheint es, daß man, ohne Jemanden persönlich zu beschuldigen, durch allgemeine Ursachen unb auf eine viel befriedigendere Art die Gründe zu erklären im Stande ist, warum Wolfgang den Zweck seiner letzten Reise nach Frankreich verfehlte und verfehlen mußte. Die Journale und andere Documente aus jener Zeit beweisen vor Allem durch ihr Stillschweigen sehr klar, daß Mo- zart damals gar kein Aufsehen erregte, während bei seiner ersten Anwesenheit Jedermann mit Begeisterung von ihm sprach. Sollten die Franzosen von 1763 bessere Musiker, als die von 1778 gewesen sein? Durchaus nicht; sie hatten im Gegentheile einige Fortschritte gemacht, wenigstens in der Conzertmusik; sie bewegten sich bereits vorwärts, aber so langsam, daß man es fast nicht gewahr wurde, so daß der Unterschied zwischen den beiden Epochen in dieser Beziehung beinahe Null war. Aber es war ein sehr großer Unterschied vorhanden, der Mozart selbst betraf. Was sah man,

