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singt man den Schwur: Die große Königin der Nacht..." dann fällt ihm ein, daß für ihn Alles aus sein werde, und seine Augen wenden sich mit Schauder von dem Zeiger weg, der plötzlich viel rascher sich zu bewegen scheint.
Einige Tage erzwungener Ruhe verschafften ihm jedoch einige Linderung. Am 15. November fühlte er sich so erträglich, daß er im Stande war, eine kleine Cantate: das Lob der Freundschaft, zu schreiben, die für eine Freimaurer-Loge bestellt worden war. Mozart war Mitglied dieser Brüderschaft. Die gute Aufführung, und der große Beifall, mit dem sie ausgenommen wurde, schien seinen Geist noch mehr zu beleben. Er verlangte nun dringend die Rückgabe der Partitur des Requiem. Seine Frau, welche ihn jetzt außer Gefahr glaubte, nahm keinen Anstand, sie ihm zurückzugeben, doch kaum hatte er auf's Neue Hand an dieses Werk des Todes gelegt, als sowohl seine moralischen als physischen Leiden sich wieder mit doppelter Macht einstellten, und alle Allssicht auf Hoffnung verschwand. Dießmal sollte der Kampf nicht lange dauern, und fünf Tage nach dem maurerischen Feste sank Mozart auf sein Lager, von dem er sich nicht mehr erheben sollte, auf welchem er sich aber fortwährend mit den erhabenen Vorbereitungen beschäftigte, die er zrl seinem Leichenbegängnisse traf.
Während Mozart mit aufgeschwollenen Gliedern, und am ganzen Körper von einer schlagartigen Unbeweglichkeit gelähmt auf seinem Todtenbette lag, brachte man ihm seine Ernennung zum Capellmeister ander Kathedrale von St. Stephan. Diese Stelle hatte der Magistrat von Wien zu vergeben, und es waren von alten Zeiten her ein sehr bedeutender Gehalt und beträchtliche Nebeneinkünfte damit verbunden. Bald stritten sich auch die ersten Theater Deutschlands, welchen die glänzenden Einnahmen, die ihnen die Zauberflöte verschaffte, die Augen geöffnet hatten, um den
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