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Weber geantwortet haben, was zwar dem Verfasser des Rundschreibens sehr unbequem zu sein schien, was wir aber heut' zu Tage vollkommen zu begreifen im Stande sind. Diese Männer hatten entweder Mozart gekannt, oder hatten sie Geschäfte halber mit einer Person zu thun gehabt, die ihm durch die engsten Bande angehört hatte. Ihr sehr natürlicher Widerwille, etwas aufzudecken, was diese Person ziemlich stark compromittirt hätte, schloß ihnen den Mund, oder brachte in ihre Antworten jenen Zwang und jene Verlegenheit, die wir bereits in einigen Mittheilungen des Abtes Stadler wahrgenommen haben. Uns hingegen, die diese Rücksichten nicht binden, kann Nichts abhalten, die Wahrheit bekannt zu machen, wie hart es uns auch ankommen mag, sie auszusprechen.
Unter den besser Unterrichteten, welche auf das Rundschreiben sich eingelassen hatten, finden wir auch einige, die durch eben diese Rücksichten gebunden waren, und die, statt zu schweigen oder die Wahrheit entweder ganz oder theilweise zu sagen, das Publicum zu hintergehen suchten, indem sie halbe Mittheilungen machten und Hypothesen voranstellten, die, wie sie besser als irgend Jemand wußten, sich aus gar Nichts gründeten und die Fragen noch mehr verwirrten, welche sie auszuklären berufen waren. Unter denen, welche diesen Ausweg ergriffen, müssen wir vor Allem Herrn A n - bre, Musikalienhändler in Offenbach nennen.
Herr Andre, der im Jahre neunundneunzig in Wien war, hatte beinahe alle Manuscripte gekauft, die sich in Mozart's Nachlasse vorfanden. Die Wittwe hatte ihm den Vorschlag gemacht, auch das Original-Manuscript des Requiems zu kaufen, das lange in den Händen dieses Verlegers blieb, und welches er wahrscheinlich auch mit nach Offenbach nahm. Aus Gründen, welche man nicht kennt, erstand aber Herr Andre dasselbe nicht,

