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Ausnahme von Wien, wo er lebte, bestellte nur eine Provinzial- Hauptstadt zwei Opern für ihr italienisches Theater.

Es unterliegt keinem Zweifel, daß wenn Mozart von sei­nem Publicum besser verstanden worden wäre, er sich ausschließ­lich einer Gattung von Arbeiten, der glänzendsten und einträg­lichsten von allen zugewendet hätte, für welche er ebenso großen Beruf als Lust in sich verspürte. Er hätte nur Opern gemacht und hätte keine Zeit gefunden, etwas Anderes zu schaffen. Aber durch die Composition eines Libretto alle zwei Jahre wiirde er kaum das tägliche Brvd verdient haben. Man weiß ja, welche Honorare ihm seine besten dramatischen Werke eintrugen. Don Juan brachte ihm hundert Ducaten ein, und die Zauberflöte gar nichts, wenn wir Herrn v. Nissen Glauben schenken wollen. Weil Mozart keine Stelle und kein festes Einkommen außer einem kaiserlichen Almosen von achthundert Gulden hatte, mußte er sich nach den Umständen richten, dem Publicum im Einzelnen dienen, da es ihm in der Masse versagt war; er mußte Kunden aller Art suchen und sich zu allen Dingen herbeilassen, bei welchen man zu einein Manue seines Gewerbes seine Zuflucht nimmt. Seine Verhältnisse zu den: Publicum machten ihn den Künstlern des Mittelalters gleich, die als Arbeiter in Malerei, Bildhauerei und Musik ebenso eine Zunft bildeten wie die Schreiner und Maurer. Wie diese, hielt er seinen Laden, in welchem Compo- sition, Spiel und Unterricht feil waren. Es fehlte Nichts als der Aushängeschild: Hier werden alle Sorten musikali­scher Waaren von bester Qualität und um festen Preis gefertigt und verkauft. Namentlich der letzte Punkt zog Kunden in Menge herbei. Meister! ich brauche deutsche Lie­der für meine Tochter, die Worte dazu habe ich bei mir. Ich möchte gern eine italienische Arie mit obligatem Contrabaß für