Brief an den Engel zu ThyatLra. 5Z

wacht sie es, wie es Sünder vielfältig Machen, wenn sie aufs Kran­kenbett kommen, und fürchten, sie werden sterben müsten. Sie verspricht Besserung, Und so versprachen alle ihre Pfaffen und ihre Ecdenkönige, die mit ihr zu buhlen gewohnt waren, denn sie waren alle mir Iezabel recht herzkrank, da die Reformation wie eine gewaltige, Epidemie sich mehr und mehr verbreitete, V. 22.

Mlit der Besserung kam inzwischen nie zum Ernst. So bald des Herrn Hand ein wenig abließ, war sie die alte Iezabel. Ja fetzt kamen ihre Töchter zum Vorschein, die das Handwerk ihrer D)utter sogleich ergriffen, und des BuhlenS und Schmausenö von Götzenopfern, so wie sie e6 wenigst von der Mutter ererbt hatten, auch nicht wenig machten, V. 23. x. 17, 5. Die verschiedene prote­stantische Partheyen, die in Jezabels Fußstapfen traten, können ihre Verwandtschaft nicht verleugnen.

So bleibt es bey dem Herrn beschlossen alle ihre Kinder umzu­bringen, V- 2Z. die Mutrer hat wohl auch kein besseres L 00 S zu er­warten. Sie dürfte sich wohl von ihrem Krankenbett nie wieder völlig erholen, und so langsam an der Auszehrung sterben. Die Töchter aber möchten wegen ihrem lammartigen Schein, K- iZ, ii. sich als nicht unter dem Zorn Gottes schwebend, nicht als unter dem Todesurtheil liegend betrachten. Darum wird es ihnen hier aus­drücklich angekündigt. Inzwischen wird das Urtheil die ganze Fa­milie Iezabels, das ganze Babel treffen, K. 18/ 2. 8- 21. K. 19, 20.

Das G'eheimniß der Bosheit ist dem Herz.enskündiger und Nie­renprüfer, V. 2Z. der da Augen hat wie Feuerflammen nicht un­bekannt, V. i8- und seine Maaöregeln, die er dagegen ergreifet, werden ihres Zwecks nicht verfehlen. Seine Schritte sind feste und sichere Tritte, und er wird sich als ein verzehrend Feuer gegen olle seine Feinde erweisen, V. 18.

Jedem wird nach seinen Werken gelohnet werden, V. 2Z. Der Herr hat aber doch noch immer ein verborgenes Häufchen treuer Seelen, die ihm anhangen auf Erde; aber in dieser Periode gilt es absonderlich das Wort: Der Herr kennet die Seinigen, 2 Tim. 2, 19. Er speiset sie mir dem vor der Welt verborgenen Manna, V. 17. und indem sie mir diesem Gebeimniß der Bosheit nichts zu schaffen haben wollen, in diese Tiefen des Satans nicht entgehen, , und sich in Balaams Rarh an Balak nicht fangen lassen, nicht an den Götzenopfern Theil nehmen, noch mit Iezabel buhlen wollen, so sind sie in so weit von dem Herrn gutgeheissen, und seine Feuer­augen wissen sie von Iezabels Buhlern und Anhängern wohl zu un­terscheiden. Auch sie werden nach ihren Werken gelohnet werden. Indessen haben sie die Bürde ihres Zeitraums zu tragen, und das mag für sie genug seyn, V. 24.

Bleiben sie nur in der Treue an den Herrn fest, und halten sich fest an die Erkennrniß der Wahrheit, die ihnen bereits gesckenket ist, so wird die Nacht schon nach und nach sich verlieren, und in der näch­sten Kirchenperiode der Morgenstern aufgehen, die Reformation zum Vorschein kommen, der dann ein Bürge und Vorbote des her­annahenden Tages seyn wird, V- 25. 28.