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Abends zwischen 6 und 7 Uhr führten zwei Ar­beiter einen dritten heraus, der blaß, den Kopf ge­senkt, undunsicher, wie ein Betrunkener, dahertappte; gleich diesem wurde bald ein 2ter, 3ter von seinen Kameraden herausgebracht. Draußen wurden sie der Behandlung zweier Aerzte von Olren übergeben, die, hiezu auf den Platz gerufen, sich um 4 Uhr selbst in die Nähe des Schutttegels begaben, um die Sacke persönlich in Augenschein zu nehmen, und nachher alle Anordnungen zum Empfang der betäubten Ar­beiter getroffen hatten. Ein Rollwagen, aus dem Tunnel kommend, mehrte nach kurzer Zeit die Zahl der Betäubten.

Unterdessen strömen von allen Seiten Leute her­bei: die Einen, welche unter der Zahl der Einge­schlossenen ein Mitglied ihrer Familie beklagen; die Andern, aus Theilnahme an dem Loos ihrer Mit­brüder getrieben, welche zusehen oder hülfreiche Hand bieten wollen. Ein Jeder will zunächst der Tunnel­mündung stehen, als könnte er von da die Unglücks- stelle erblicken. Einige drängen sich um einen Bau­führer und fragen denselben, bis wann man die Schutt­masse durchgraben habe. In einiger Entfernung erblickt man eine Gruppe Weiber; zwei davon haben das An­gesicht mit ihrem Nastuch bedeckt und schluchzen; eine