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auszustecken und aufzuschaufeln, als die Aerzte, die man für die Folgen verantwortlich machen wollte, erklärten, bei der Verwesung so vieler Leichen, mitten im Dorfe und zu dieser Jahreszeit, für den Gesundheitszustand der benachbarten Einwohner keine Garantie leisten zu können. Nun beschloß der Gemeinderath, von diesen! Kirchhof abznstehen und außer dem Dorfe den ebenfalls geweihten, alten Gottesacker als Begräb- nißstätte zu bezeichnen. Schnell öffneten hier Schaufeln und Pickel ein Riesengrab von 40' Quadrat und 10' Tiefe. Schon vor Vollendung desselben wurden zwei Leichen hingebracht, bei welchen sich der Verwesungs- Prozeß am stärksten zeigte. Die Särge standen im Schatten eines Baumes. Da näherte sich eine Bäuerinn, kniete bei denselben nieder und betete. Ingenieur Stadlin, der hier die Arbeit leitete, sah sie, ging auf sie zu und fragte, ob sie etwa die Mutter oder eine Verwandte dieser Unglücklichen sei. „Nein", war die Antwort, „aber es sind arme Seelen, für die man beten soll."
Abends 7 Uhr führten 3 Wagen in raschem Laufe 19 Särge durch Trimbach und zur Ruhestätte. Unter Glockengeläut und dem Gebet des Priesters wurden dieselben beigesetzt.
Nun fehlten noch 21 Mann, die sich weit zurückgezogen haben mußten, und für deren Leben man auf's

