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thungen wisse, sondern im Gegentheil sich von Allem so voll- kommen überzeugt hatte, als wäre er ihr Vertrauter gewesen.
Severine konnte nicht leugnen. und brach also in Thränen aus. Sie bedeckte ihr Gesicht mit dem Schnupf- tuchc.
— Diese Heirat ist also unmöglich geworden, sagte sie schluchzend, wie kann ich einen Menschen zum Schwiegersohn haben, der Grund hatte, mich zu verachten. Nein, was auch kommen mag. ich werde nie cinwilligcn, daß Ca- cilie Sie heiratet.
Wenn Frau von Vcauvifagc auch das gedacht hätte, was sie aussprach, so hätte Maxime seine Worte bereuen müssen.
So aber hatte er aus geschickte Weise seine Abwesenheit unschädlich gemacht und sich sichcrgestcllt Er war schlau genug, einzusrhen, daß Severine ihre Verlegenheit nur mit der Maske der Verzweiflung verdecken wollte. Er nahm sie also liebreich bei der Hand und sagte:
— Ich! Ich Sic verachten? Meine liebe Schwiegermutter. ich kann Sie nur bemitleiden. Eine junge Frau mit Ihrem Geiste, mit Ihren Reizen, welche Sie berechtigten, auf die besten Partien Anspruch zu machen, auf solche Weise geopfert! Wenn ich daran denke, daß Sie seit zwanzig Jahren an den unbedeutendsten Menschen, wie an einen Leichnam gebunden find....
— Ich beschwöre Sic, rief Frau von Bcauvisage in theatralischem Tone aus, sagen Sic meinem armen Mann nichts Böses nach.
— Ei! Sic bedauern ihn noch? Ist er denn nicht der glücklichste Sterbliche? Gehätschelt von Ihnen und Ihrer anbetungswürdigen Tochter, welche Sic ihm geschenkt haben, ahnt er ja nicht einmal, daß Sic durch Ihr verwitwetes Herz irregeleitet worden sind. Ich setze den unmöglichen Fall, daß wir uns zcrtragcn würden, und ich Herrn von Bcauvisage die Augen öffnen wollte, glauben Sie mir, ich würde große Mühe haben, ihn zu überzeugen.

