XII
Vorrede zur dritten Auflage.
um so nöthiger ist es da, daß die an den Herrn Jesum wahrhaftig glauben und Ihn und Sein Wort von Herzen lieben, ihren Beruf verstehen und erfüllen. Ganz besonders wichtig ist aber der Beruf des weiblichen Geschlechts, ihm ist die Pflege und Erziehung der Kinder vorzugsweise von Ihm anvertrant; je nachdem nun der Geist derselben ist, werden in der Regel die Kinder in ihrer geistigen Richtung werden. Je eitler und weltlicher das weibliche Geschlecht ist, desto Hab- und genußsüchtiger wird auch die Menschheit im Ganzen, wie solches die Erfahrung genugsam lehrt. Soll nun dem Herrn eine Schaar treuer Bekenner erzogen werden, so ist es nöthig, daß gläubige Frauen und Jungfrauen die Aufgabe, die sie von Ihm erhalten haben, klar erkennen, um fle zu erfüllen, und diese ist in diesem Schriftchen, meiner Ansicht nach, deutlich genug ausgesprochen.
Der treue Heiland wolle in dieser versuchungsreichen Zeit alle Frauen und Jungfrauen, die Ihn aufrichtig bekennen, gnädiglich vor allem Argen bewahren und zu allem Guten stärken! Amen!
Gundernhausen, am Elisabethentage 1856.

