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Einleitung.
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Spr. Sal. 23, 2ü. Gib mir, mein Kind, dein Herz, und laß deinen Augen meine Wege Wohlgefallen.
(§chon beginnt der schöne Frühling deines Lebens mit allen seinen lieblichen Freuden; dein Gesichtskreis hat sich erweitert und schließt nun mancherlei neue Verhältnisse, sowie viele neue Gegenstände des Wissens, Strebens und Empfindens in sich. — Der innigste Wunsch meines Herzens ist jetzt, daß du die Freuden der Jugend in ihrer reinsten Wonne genießen möchtest und es mir gelinge, dir den Weg zu denselben zu zeigen, dich in die weiten Gefilde des Lebens hinzuleiten und auf den rechten Pfad zu führen, damit du dich, wenir die Haild der sorgsamen Mutter dich verlassen muß, uicht verirrest, sondern das hohe Ziel erreichest, zu welchen! dich dein Schöpfer in's Dasein ries.
Die Erziehung deiner Kindheit ist unter Gottes Beistand vollendet, aber die nicht minder wichtige Bildung der Jungfrau hat kaum erst begonnen. Wie dürfte ich daher sagen, daß ich alle Aufträge Gottes an mein Herz für dich erfüllt hätte, wenn ich es jetzt dir allein überlassen wollte, den richtigen Weg zur Glückseligkeit zu suchen und zu finden.
Denke dir jetzt deine Mutter nicht mehr als strenge Erzieherin, wie in den Tagen deiner Kindheit; ich fordere nun nicht mehr unbedingte Folgsamkeit von dir, sondern will nur weise Rathgeberin, liebende, traute Freundin dir sein und es dann deinem eigenen, richtenden Gewissen über- ' lassen, meine Ueberzeugung zu der deinigen zu macken und
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