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Nachdmkrn und Selbstprüfung.

15. Eine Welt zu fürchten und doch zu überwinden.

16. Ja vielleicht selbst den Tod zu erwarten.

17. Und vor Gericht zu erscheinen.

Präge dir dieses recht ein und wiederhole cs darum täglich.

Außer diesen Stunden und Augenblicken des Nachden­kens und der täglichen Selbstprüfung möchte ich dir noch den Rath geben, gewisse Zeiten dir selbst festzusetzcn, worin du vor dem Allwissenden, der Herzen und Nieren prüft, gleicksam mit dir selbst abrcchnest, um genau zu wissen, ob und wie du dich bestrebtest, im Geiste, d. h. im Glauben und der Gottseligkeit zu wachsen. Der Schluß oder Anfang einer Woche und eines Monats, die Tage vor der Feier des heili­gen Abendmahls, das Ende eines Lebensjahres oder der Sylvester-Abend, den leider so viele gedankenlos in eitler Lust verleben, diese Zeitabschnitte sind vor Allem dazu geeig­net, sich selbst zu prüfen.

Wie nöthig und wichtig dieses ist, das bedarf ja wohl keines langen Beweises. Wem es nur als einem vernünf­tigen Geschöpfe um Veredlung zu thun ist, der wird es leicht einsehen, daß ohne dieses öftere Vergleichen und Beurtheilen dessen, was Nur sind, mit dem, was wir nach dem Ausspruch der Schrift werden sollen, kein Emporschwingen, keine Vered­lung möglich ist. Der Umfang dessen, was der Herr von uns fordert, ist sehr groß, und noch größer unsere Kraftlosig­keit, es zu erfüllen. Wer wird wohl ohne öftere Selbstprü­fung im Stande sein, alles dieses seinem Geiste immer so gegenwärtig zu halten, wie es doch nothwendig ist, um es zu erfüllen?