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„Sie haben Recht," entgegnete der Major, indem er sic losließ. „Selbst wenn es der Fall wäre, daß mein ganzes Erdenglück auf dem Spiele stände, ich möchte es doch nicht um den Preis Ihrer Ruhe erkaufen."
„Die Thür ist offen," sagte jetzt der Mineur, zu den Sprechenden hinzutrctend.
„Leben Sie Wohl!" sagte Franziska, dem Major die bebende Hand zum Abschied reichend.
„Wir sehen uns wieder!" rief Alfonso, die Hand mit Küssen bedeckend.
„Nimmer, nimmer!" entgegnete die Nonne.
Sie drückte die Hand vor die Augen und in sichtbarer Aufregung schlüpfte sic durch das Pförtchen.
Achtes Kapitel.
Die Bewohner der primeen.
Schon früher wurde erwähnt, daß die Einwohner in Mexico nicht blos Creolcn, Mischlinge und sogenannte zahme Indianer seien, sondern daß zu ihnen auch die Stämme jener wilden Indianer zählen, welche noch niemals einer Herrschaft unterworfen sind.
Wir haben auch in Kürze eine Beschreibung des Landes geliefert, welches diese Bewohner des „wilden Westens" zum Theil noch ihr eigen nennen und welches sie hartnäckig von den Weißen freihalten.
Wollten wir das ganze weite Gebiet überblicken, welches die freien rothen Jndianerstämme durchziehen, so müßten wir den Missi- sippistrom aufwärts wandern, bis dahin, wo sich der Missouri mit ihm vereinigt, und von hier aus uns den nördlichen Provinzen Mexicos zuwenden.
Es sind die Ländertheile, welche man den „wilden Westen" nennt, welche sich vom Missisippi bis an den Occan erstrecken, von Californien bis an das Antillenmeer, eine Wanderung durch unübersehbare Ebenen und Grasflächcn, über Riesenströme, über flache, meistens glühend heiße und nur durch wenige wellenförmige Erhebungen.

