meistens tödtlich, so daß trotz allen angewandten oft sehr bedeutenden Auslagen für abergläubische Mittel, die Heerde aufgerieben zu werden droht. Erst in dieser traurigen Lage suchen solche Oe- konomen Hülfe bei Thierärzten; allein weder der Thierarzt, noch die besten Heilmittel sind im Stan­de , wenn die Lungcnseuche bereits einen bösartigen Karakter angenommen hat, dieselbe zu heben, und die Thiere zu erhalten.

Betrügerische, gewissenlose Menschen, als Quacksalber, Abdecker rc., bereichern sich, und ma­chen die Oekonomen oft hiedurch zu Bettlern.

Da leider selbst manche aufgeklärter seyn sollen­de Männer noch solchem Aberglauben anhängen, so ist es dem gemeinen Manne nicht zu verdenken7 der sich immer nach dem Höheren richtet, wenn er bei diesem Unsinn beharrt.

Sechster Abschnitt.

Von dem einfachsten Verfahren bei der Lun­genseuche überhaupt.

1. Bevor man zu der Heilung ein Mittel an­zuwenden gedenkt, ist die erste und nothwendigste Sorge:

1. Die eigentlichen Entstehungsursachen der Lungenseuche genau zu ergründen; denn nur dadurch wird man in den Stand gesetzt, diese Krankheit früher, leichter und glücklicher zu heben.

Hat man die verschiedenen Ursachen entdeckt, die Dauer ihrer Einwirkung erfahren; so kann man sogleich beurtheilen, in wie weit solche die Gesund­heit der Thiere gestört haben könnten.