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Erwach' auch du, o Menschenherz, und feire Der Erde wonnig Auferstehungsfest,

Die ihre Rechte sich nicht nehmen läßt;

Daß sie im innern Marke Dir erneure Den Lebensothen, der die Lungen füllt.

Den Lebensstrom, der Deine Adern schwillt.

Des Himmels Wonnen thauen auf Dich nieder,

Und leichter heben Dir sich alle Glieder.

O freue Dich, Du bist emporgestiegen,

Empor aus mancher bangen Nacht,

Die Du in Sorg' und Arbeit hast durchwacht;

Und hinter Dir siehst Du die Knechtschaft liegen,

Wo Dir das Licht durch blinde Scheiben brach.

Wo des Gewerbes Staub so drückend auf Dir lag.

O komm heraus, um Deine kranken Augen Zn Wiesenschmelz, in Waldesgrün zu tauchen!

Und viel hast Du gehört, viel, was Dich nicht ergötzt, Was oft sogar Dein müdes Ohr verletzt:

Der Klage bangen Laut, des Hauses Zänkereien,

Den Grimm der Leidenschaft, die ihre Sclaven hetzt,

Des Ballsaals üpp'gen Takt und seine Tändeleien Und fader Gecken Scherz und schmeichlerischem Qualm Don all dem Ungemach will Dich der Wald befreien Mit seiner Sänger Morgenpsalm.