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Sieh, das ist Lust- und Trauerspiel zugleich. Und konntest Du zum Zuseh'n Dich bequemen, So magst Du auch die Lehre Dir drauS nehmen. Dir dargeboten im belaubten Reich:
Bin ichS auch werth, daß Er mit höhern Kräften, Mit größrer Sicherheit mich ausgerüstet hat?
Hab' ich den Muth zu edleren Geschäften?
Wie, oder macht der Thiere Lust mich satt? —
Bald kommt ein Feiertag und fröhlich wallen DeS Volkes Schaaren allesammt hinaus.
Verlassen steh'n des Tempels Hallen,
Und kaum Ein Wächter bleibt in jedem Haus. Ein ewig neu Gefühl erwacht in jeder Brust,
Ein langentbehrtes Glück, die Sommerlust.
Zum Festsalon ist nun der Wald geworden,
Und Blumenranken schmücken seine Pforten.
Und Hörner dröhnen, Flöten klingen Auf freiem Platz, der Raum wird eng.
Man scherzt und singt, und kleine Mädchen bringen Zum Strauß die Glockenblum' in lustigem Gemeng Mit Convallarien und Haid' und Anemonen.
Die Mutter nimmt, sie zu belohnen,
Mit güt'gem Blick das duftende Geschenk,
Der eignen, frohen Kindheit eingedenk.

