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Du ragende Bastei, wo vor den freien Blicken Am Schmaufer hin sich stille Dörfer bau'n,
Ein Friedensbild; im Morgennebel grau'n
Kirchthurm und Hütten noch, doch auf des Berges Rücken
Erglänzt' im Sonnenlicht die schöne Nachbarstadt.
Du Roscnhügel dort am Leinenhause,
Das unser güt'ger Freund zur Klause Für alle Welt erbauet hat.
Du Brunnenhaus, mit manchem Spruch bcinalt, Dank Dir, daß silberhell Dein kleiner Sprudel strahlt Als kleine Gab' aus Deinem finstern Schooße,
Wo sich das Wasser drängt mit mächtigem Getöse.
Ihr Bänke all', von Latten oder Stein,
Wo wir so oft den Murmelbach belauschten Und in der Abendröthe Schein Vertrauliche Gespräche tauschten.
Dir endlich Dank, Du dunkle Wilhelmsruh,
Denn dieser Schöpfung erstes Werk warst Du!
Und mir, ich sag' es laut, mir bist Du mehr geworden. Wenn horchend jenen schmeichelnden Accorden Ich saß in Deinem Schatten, las und sann,
Und über Gottes heil'ge Wege,
Der Kirche und der Jugend Pflege So manchen heller'n Blick gewann.

