blick sich dem Feuer der Guerillabanden aus dem Hinterhalt auszusetzen.
Es gab keine Ruhe auf dem Marsche, denn jede Minute Aufenthalt hieß dem Tode leichtes Spiel gewähren.
Es gab kein Bivouac, keine Stunde der Erholung.
Unausgesetzt flohen die Regimenter und hielten nicht inne, bis St. Martin erreicht war.
Das Corps Mejia's war vernichtet — aufgelöst.
Ein kaum nennenswerther Rest von jedem Truppentheil langte in St. Martin an.
Erst mehrere Tage später kamen einzelne Abtheilungen, welche sich in den Wäldern versteckt hatten, und welchen es gelungen war, mit dem Leben davon zu kommen, an. Aber die Lücken, welche die Bataillone erlitten und die Verluste der Cavallerie blieben doch unermeßlich.
Was war während alledem aus Ignaz geworden?
Niemand als er konnte der Vcrräther sein.
Hatte man ihn ungestraft entkommen lassen?
Die siegreich heimkehrenden Juaristischen Truppen hatten ihn nicht in ihrer Mitte und unter den Trümmern der Armee war er auch nicht.
Zamacona aber sagte, als er Mejia Bericht erstattete über den Ueberfall:
„Der Verräther hat seine Strafe erhalten!"
Neuntes Kapitel.
Zm kaiserlichen Schloß.
Wenn ein vornehmer Mexicaner zu Fuß durch die Straßen der Residenz geht, so ist das alle Mal ein sicheres Zeichen, daß wichtige Geschäfte, welche sich durchaus nicht anders abthun lassen, ihn treiben.
Vornehme Leute reiten entweder oder fahren, aber sie gehen nicht zu Fuß, am allerwenigsten ein Mann in der stolzen Generalsuniform der mexikanischen Armee, und noch dazu Einer, welcher in dem Rufe stand, seine Stellung dazu benutzt zu haben, so viel

