gastricus) auftretende Durchfall findet je nach der Individualität, ob reizloſer oder reizbarer, in Opium für erſtere, im Campher für letztere, beides in einem ſchleimig aromatiſchen Aufguſſe aufgelöſt, ſeine beſte und ſchnellſte Hilfe. Y)
Iſt Magenſäure, belegte Zunge, bitterer Geſchmack(status gastricus) mit verbunden, ſchicke man dieſen Mitteln kleine Gaben Rhabarber mit Magneſia, meſſerſpitzweiſe genommen, voraus.
Durchfall, der nicht ſehr heftig, mit ſtarkem Poltern im Leibe und Choleraangſt oder Uebelkeit verbunden iſt, findet in den Präparaten der nux vomica oft raſche Beſſerung, ſelbe muß aber in ſehr kleinen homöo— pathiſchen Gaben gegeben werden. Ein Tropfen der Tinctur in ein Glas Waſſer Morgens und Abends wiederholt, genügen oft zu dem Zwecke, Eben ſo aq. nuc. vomic. dest. gtt. v— vj ſtündlich in etwas Waſſer, oder das geiſtige Extract zu 1— nz Gran für die Gabe in Pulverform genommen.
Auch der Aderlaß wird beim Choleradurchfall, von vielen, beſonders indiſchen und engliſchen Aerzten geprieſen, die Erleichterung des Kranken ſoll oft augenblicklich ſein, Puls und Körperwärme, die zu ſchwinden beginnen, ſchnell zurückkehren.
Ich muß geſtehen, daß ich den Aderlaß bei dem erſten wie folgenden Stadio immer unbedingt verwerfe, indem ich da, wo er genützt haben ſoll, der Ueberzeugung bin, daß die Krankheit auch ohnedem bei den Vorboten ſtehen geblieben wäre, und die Natur den Aderlaß und die Vorboten
*) Rp. Tinet. opii&i. — arom. unc. G. Stündlich 25 Tropfen, oder: Rp. Tinct. op} erocat. — moschi aa jj. Stündlich 15 Tropfen Rp. Camphor. trit. gr. xvj. Sach. albi unc.. Aq. meliss, unc. vj. Stündlich 1 Eßlöffel.

