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So bekannte Er unerschrocken und freymüthig die Wahrheit. Aber dieses Bekenntniß der Wahr­heit wurde für Gotteslästerung ausgedeutet, und die Feinde der Wahrheit erklärten Ihn ein­stimmig für einen Verbrecher, der des Todes schul­dig sey.

So kann der beste Mensch ein Raub seiner Feinde werden! So kann es der Bosheit auf dieser Erde gelingen, den edelsten Mann in ihre Gewalt zu bekommen, und das Verdammungsur- theil über ihn auszusprechen!«Aber groß und erhaben steht der Edle da mitten in seiner Er­niedrigung, in seiner Brust ist Ruhe, und der Blick seines Geistes schaut hinüber in ein Leben, wo sich alles verändern, und wo ein Jeder nach seinem wahren Werthe beurtheilt und gerich­tet wird.

Laßt uns, l. Ehr. von Jesus die Kunst zu' reden und zu schweigen lernen, die in diesem Leben so nöthig, und die schönste Zierde eines Chri­sten ist!

Wenn uns rohe, ungezogene Menschen mit gefühlloser Härte behandeln den Werth, den wir als Menschen haben, aus muthwil­liger Bosheit ganz vergessen, und durch ihr freches Benehmen unverkennbar an den Tag legen, daß sie noch rechtmäßig an uns gehan-