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delt zu haben glauben: dann sollen wir re­den; aber so schonend, wie möglich, und nur in der Absicht, um sie auf das Niedrige ihrer Denkungsart, und auf das Widerrechtliche ihrer Handlungen aufmerksam zu machen, und bessere Gesinnungen ihnen beyzubringen. Jesus, den wir noch oft in seinem Leiden werden schweigen sehen, gab voll Sanftniuth, aber auch mit dem Ernste der gekränkten Unschuld dem frechen und gefühllosen Knechte, der ihn schlug, eine Belehrung, die ihm vielleicht sein gan­zes Leben lang nützlich war.

Wir sollen reden, wo es um das Heilig­thum der Wahrheit, um Gottes Ehre, oder um Menschenwohl zu thun ist; oder wo unser Schweigen unsre Brüder in Jrrthum füh­ren, oder auf schädliche Zweifel verleiten könnte. Wir sollen' reden, wo wir aller Wahr­scheinlichkeit nach etwas Böses verhindern, oder etwas Gutes befördern können, oder wo eine Stimme aus unserm Innersten heraus uns zuruft: Du würdest ganz gegen deine Pflicht handeln, wenn du hier schweigen wolltest! Jesus redete nicht für sich; Er sprach für Wahrheit, und aus Ehrfurcht gegen Seinen Vater. Habe/ wir es aber mit Menschen zu thun, dw. wir als erklärte Feinde der Wahrheit

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