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werden, daß wir es ganz vergessen, was Jesus für alle Menschen, auch für den Kleinsten und Elendesten litt, und daß wir diesen Je­sus in seinen Brüdern auf ein neues schlagen und verspotten. Von allem Muthwillen, der Andre kränket, von aller Harte und Lieblosig­keit gegen gute oder böse, gegen schuldig oder un­schuldig leidende Menschen halte uns ab das Wort, das Jesus selbst sprach:Was ihr einem mei- ner geringsten Brüder gethan habt, das habt ihr mir gethan."

Und weil das Geschlecht der rohen, ungezoge­nen und hartherzigen Menschen auf unsrer Erde noch nicht ausgcstorben ist, weil es mancher ver­gessen kann, welche Achtung er seinem Mitmen­schen schuldig sey, oder weil Umstände eintreten können, wo wir von allen Menschen verlassen mit Jammer und Elend, mit dem Gespötte und den Verleumdungen der Lieblosen zu kämpfen haben; o so laßt uns immer denken an die leidende und schweigende Unschuld unter den Händen des niedrigsten Pöbels; laßt uns immer sehen den sanften Blick des geschla­genen, und immer Hinschauen in das weh- muthsvolle, aber weder durch Zorn noch Rachbegierde entstellte Angesicht des verspotteten Jesus!