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Die hohe Würde, die lautere Unschuld, die aus Seinem Auge sprach, machte selbst auf das Herz des Heiden Pilatus einen guten Eindruck; noch nie stund einer so groß und ruhig vor seinem Rich- lerstuhle. Er wollte Ihn nicht verdammen, und schickte Ihn zu Herodes, als er zu seiner Freude hörte, daß Er auch im Gebiete dieses Königs ge­lehrt habe.

Freundlich wird Jesus von Herodes, der Ihn schon längst gerne gesehen hätte, ausgenommen. Manche Frage wird an Ihn gestellt, und vorzüg­lich wird Er von dem eiteln Fürsten aufgefodert, Seine wunderthätige Kraft in seiner Gegenwart zu zeigen ihn und all seine Höflinge durch eine ausserordentliche Lhat von Seiner erhabenen Größe zu überzeugen.

Aber Jesus schweigt. Seine Feinde wie­derholen die schon vor Pilatus gemachten Ankla­gen. Jesus spricht kein Wort zu SeinerVer- theidigung, und giebt sich gar keine Mühe, dem Fürsten zu gefallen, oder seiner Gunst und Gnade sich zu empfehlen.

Wie sehr wurde aber der schweigende und ge­duldige Jesus auch hier mißkannt! Als einen blödsinnigen Menschen verspottete Ihn He­rodes, und all seine Höflinge; ein weisses, glänzendes Kleid ließ er Ihm zum Zeichen

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