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Unglücklichen oder des Schmerzvollen in jedem nicht ganz verdorbenen Menschenherzen zu erregen pflegt. —
Voll sichtbarer Theilnahme an dem zerschlagenen Jesus ließ er Ihn eine Weile neben sich flehen, um Aller Augen auf Ihn zu wenden, und sprach dann: „Seht,, welch ein Mensch! — als wenn er sagen wollte: Seht doch diese leidende Gestalt — denket, es ist ein Mensch, und laßt euch besänftigen!
Aber die Leidenschaft hat kern Mitleiden mit dem, welchen sie hasset; — sein Schmerz und Jammer ist ihr ein erfreulicher Anblick. — „Ans Kreuz mit ihm — erscholl es abermal auf allen Seiten — „Lässest du diesen los, so bist du nicht des Kaisers Freund; denn wer sich selbst zum Könige macht, der empört sich gegen den Kaiser." —
Und nun war die Standhaftigkeit des Rich- -ters besiegt; was keine Anklage, und kein Ge- schrey des Volkes vermochte, das vermochte über ihn Menschen furcht. — Um sich aber doch noch den Schein der Gerechtigkeit zu geben, wascht er seine Hände im Angesichte des ganzen Volkes mit diesen Worten: „Ich bin unschuldig am Blute dieses Gerechten; ihr wöget es auf euch nehmen." — Die Verblende-

