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edel, Er suchte keinen Vortheil, keine Ehre, keinen irdischen Glanz; — Er hatte alle Menschen so lieb, wie seine Brüder; — Er bedauerte jeden Unglücklichen, gab Trost und Hilfe einem Jeden, der vertrauensvoll zu Ihm kam, und freundlich und liebvoll behandelte Er auch den Geringsten.— So lebte, so handelte Jesus. Wer möchte den edlen Menschenfreund, der in den traurigsten Stunden Seines Lebens so sanft und so edel blieb, wer möchte Ihn für den Betrüger halten, für welchen Ihn seine Feinde vor dem Nichterstuhle des Landpflegers ausgaben? —
Und dennoch, wenn auch Er ein Raub der Verwesung geworden wäre, wenn Sein Leib nock itzt unter den Todten ruhete; wie unvollkommen, wie unvollendet, wie unerklärbar, wäre Seine Geschichte, und wie manche Zweifel müßten auch uns, wie seine Jünger, plagend — Er starb als vermeynter Verbrecher in Gesellschaft der Missethäter; warum — müßten wir denken — thut Er gar nichts, um Seine Ehre zu retten? —
Er hat — wie seine Freunde erzählen, manchen Todten wie einen Schlafenden auferweckt; warum — müßten wir denken — bleibt denn Er wie andre Menschen im Grabe liegen? —
Er nannte sich selbst die Auferstehung und

