Akrosticha.

Oder:

Auf der blüthenreichen Welt Nenne nur die schönste Blüthe, Nenne sic, die stets gefällt.

Antwort: Ruhe im Gemüthe.

Anton. (Der Bildende, der Drohende.) Ach ! lern' aus diesen Zeilen:

Nicht sollen wir säumend weilen,

Treu brüderlich uns zu freun;

O, laß uns immer eilen,

Nur stets vergnügt zu sein.

Antonie. (Die Preiswürdige.) Alle Blumen taugen nicht zum Kranze; Neidisch verhüllen sie mit oft falschem Glanze Tödtendes, schreckliches Gift,

Odschon wir sie strenge geprüft.

Nicht erblicken die Schlangen wir stets In den Blumen, die wir pflücken,

Eh' wir sie wählen, uns zu schmücken.

Antoinette. (Die Preiswürdige.) Auf Rosen sollst Du gehn,

Niedliche Veilchen Dir erblühen, Tulpen und Lilien Dir erglühn.

Oft Balsam-Düste Dich umwchn. Immer sei Dein Leben beglückt;

Nur lauter, still und Helle,

Ewig, wie die reinste Wasserquelle, Traurig nie, und stets geschmückt Trefflich mit Tugenden, rinn' es hin Elyfisch Deiner Liebe Sinn.

Apollonia. (Die Leuchtende.) Apollonia! Die Liebe waltet Pflegend über uns! Wonnig schön,

O herrlich! hat sie entfaltet liebliche Blüthen, die uns zuwehn