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I. Abtheilung.
Georgine. (Die Vlumenfreuirdln.) Glückselig, wer sein Erdenleben Ewig am Freundesarm durchwallt!
O! ihm wird zum Frühlingsgesausel Rollender Donner, der ihn umhallt.
Gelichtet wird selbst Nabendunkcl Zhm zum heitern Sonnenglanz;
Rur zum Maienregen Hagelwetter,
Ein Dorngeflecht zum Blumenkranz.
Gerhard. (Der Kraftvolle.)
Gehe, wer die Freundschaft thöricht schilt,
Gr ist selbst ein Thor! — Sie veredelt Herzen, Ruft den armen Menschen zum Scherzen,
Hat schon Wüsten verwandelt in blühend Gefild, Auch den Menschen zum Menschen gemacht. Aus
ihren Fluthen
Reift die Begeisterung und das Bild Des Schönen und Wahren und Guten.
Gertrud. (Die Vielgeliebte.)
Genieße froh der Tugend schöne Zeit,
Es ist die Zeit die nimmer wiederkehrt.
Ruft Dir nicht Alles zu: genieße heut!
Trink Nosenthau, weil .noch der Frühling währet! Reißt Dir der Tod den Becher aus der Hand, And schmeißt, zersplittert ihn einst an die Wand, Denn reut es Dich, daß Du ihn nicht geleerct.
Gottfried. (Der gute Beschützer.)
Geh mit Gott und denk' in Liebe Ost noch an den Freund zurück!
Treue führt gewiß zum Ziele,
Tugend schafft das höchste Glück.
Fern' und nah' schenk' Dir das Schicksal Ruhe und Zufriedenheit;
der Prüfungszeit versüße Ew' ge Liebe Dir den Kelch voll Bitterkit!

