Akrosticha.
Ach, so gern bei den entfloh'nen Stunden? — Rosenvoll sei auch Dein spätes Leben,
Immer grünend die erwählte Bahn!
Nur die Unschuld führet himmelan;
Ewig mög' ihr Engel Dich umschwben!
Klara. (Die Berühmte.)
Keiner trennt, was hienieden Lieb' und Tugend fest verband,
Auch in weiter Ferne
Neichen sie so gerne
Als gute Engel uns die Hand.
Klaudia. (Die Verschwiegene.)
Komm' noch einmal an mein Herz,
Laß noch einmal Dich umarmen!
Ach, die Trennung ist ein bittrer Schmerz,
Und das Schicksal will sich nicht erbarmen. Denke oft an die verlebte Zeit,
Immer bleibe fromm und bieder!
Ach, wann sehen wir uns wieder? —
Konrad. (Der Gewandte.)
Kein Leiden betrübe Dein Herz.
Ohne Gram sei Dein Leben und heiter, Nur fröhlich wandle weiter,
Necht fern von Kummer und Schmerz. Auch strebe stets aufwärts,
DaS Glück sein Dein Begleiter!
Kunigunde. (DaS heldenmüthige Mädchen.) Kommst Du meinem Grab' einst nah'
Und verweilest Du allda;
Nun, dann schreib' auf meines Grabes Nand: „Inn'gen Freund Hab ich diesen genannt!" (Glücklich, wer auf seinem Pfad Unter den Menschen Freunde gefunden hat. Noch dreimal glücklicher ist,
Der sein holdes Mädchen küßt,
Ein zartes Liebchen nicht vermißt.

