I. Abteilung.

4 t

Laura. (Die Lorbeer.)

Leb', um zu lernen!

Auch lern', um zu leben.

Umsonst nicht, nicht vergebens Reichte Gott Dir den Geist des Lebens. Allemal leuchte, wo man Dich ruft.

Lebrecht. (Der Rechtliebende.)

Laß die Winde stürmen Entgegen unsrer Bahn,

Brausend sich die Wogen thürmen Recht wieder Deinen Kahn:

Ernst und ruhig schiffe weiter,

Ehrist, wenn der Mast auch bricht,

Hast Du Gott doch zum Begleiter! Treu ist der und läßt Dich nicht!

Lehnchrn. (Die Erleuchtende.) Liebet, denn die Liebe Edelt die schönsten Triebe.

Heilig ist ober der Unschuld Rur die edelste Glut.

Christlich liebt und ohne Schuld; Es wird die unreine Liebe Nimmer schön, rein und gut.

Leonhard. (Der sehr Muthigc.) Liebend und heiter Ewig und weiter!

Ohne zu wanken, übe die Pflicht! Nahen sich Schmerzen:

Hoffnung im Herzen,

Achte der kurzen Leiden nur nicht!

Ruhe im Busen, Freude im Blick, Denke noch oft an die Kindheit zurück!.

Leonore. (Die Frühaufstchcnde.)

Laß eines schönen Augenblicks Erinnern mich für immer!