1. Abheilung.
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Beit. (Der Führer.)
Beit! wer im Herzen Menschenwürde,
Ehrliche Menschenliebe trägt;
Ihn unterdrückt nie die schwere Bürde Tief, die den Schwächling zu Boden schlägt.
Veronika. (Die Siegbringerin.)
Bor dem Glauben Berge schwanden,
Es macht der Glaube Schwache stark.
Rasch ist aus Grab und Todesbanden Oft der Gläub'ge schon erstanden:
Nur der Glaub' ist unsers Lebens Mark. Ihn hat die Gottheit selbst ergossen,
Kräftig durch die Friedenswonnen Auch in unserm Herzen aufgeschlossen.
Viktor. (Der Sieger.)
Verbliche 'die Tugend,
Ihr Reiz mag vergehn;
Kühner Geist und Tugend Treu bleiben und schön,
O, sie sind ewig!
Rasch erwerbt sie daher.
Viktoria. (Die Besiegerin.)
Von des Himmels lichten, sel'gen Zinnen Ist die Freundschaft uns herab gesandt, Kummerthränen, wo sie immer rinnen,
Trocknet sie mit milder, weicher Hand;
Ohne sie stillt nichts der Seele Schmerzen,
Reicht uns Niemand Trost, ob's Herz auch bricht Jeder Kummer muß am Freundes Herzen Aber weichen ihrem sanften Licht.
Viola. (Die Anspruchslose.)
Vergessen — welch ein böses Wort;
Ich trieb's gern aus der Sprache fort!
Oft doch, im Kranz, den Freundschaft flicht?

