Akrosticha.

63

Laß ich es stehen, wenn'S bittend spricht,

Auch wenn ich fern: vergiß mein nicht!

Virginie. (Die Jugendliche.)

Diel ist auf der Erde, fast Alles nichtig,

Ihre Zeit und was ihr nur entrcist.

Mos'ge Liebe selbst, dies Frühlingökind ist fluchtig,. Gleich wie die Luft, die durch die Myrthe streift: Indefi, was Freundschaft spricht, bleibt unvergessen; Nicht altert sie, was auch hinweg vom Leben traust. In Unsterblichkeit geht sie durch Cyprcssen,

Erhebend jedes Herz, das ihre Gluth ergreift.

Wenzel. (Der Nuhmbekrönte.)

Wenn, Vetterchen, draußen Eisige Winde sausen,

Nun, so halte Dein Liebchen im Arm!

Zum Heizen brauchst Du dann heuer Erstaunend wenig Feuer.

Liebe,! denn bist' Du stets warm.

WenzeslauS. (Der Siegreiche.)

Was gilt nicht der Stärke Recht!

Es trotzt dem Schwachen der Kühne,

Nur wer nicht gebieten kann, ist Knecht;

Zumal geht es selten völlig schlecht/

Erträglich oft aus dieser Erdenbühne.

Sehr gut ist es im Sturme nicht zu zagen,

Leiblich das Unvermeidliche zu tragen,

Auch das Rechte thun, am Schönen sich erfreun, Und das Leben lieben und den Tod nicht scheun.'

Sv leben, heißt dem Tod sein Bittres rauben.

Werner. (Der Beschützer.)

Wenn auch des Schicksals Wind Erschüttert oft geschwind Nosige Hoffnung hicnicden;

Nicht sei darum hoffnungslos!