SJ
II. Abthcilung.
Obrigkeit, de» Gesetzen Deines Landes gemäß, und liebe Deinen Nächsten.
62 .
Innere Schätze beglücken. — Dir im Innern lieget Edelstein und Gold; da grabe in den Grüften. —
Von Außen suchst Du auf ewig Ruh vergebens.
Herder.
63 .
Aus der Tugend fließt der wahre Friede;
Wollust ekelt, Reichthum macht uns müde;
Kronen drucken, Ehre glänzt nicht immer;
Tugend fehlt nimmer.
01 .
Ich habe gehabt, ist ein armes Wort,
Ich hätte gern, ist thöricht.
Ich werde haben, ist auch kein Hort,
Ich habe! das gelingt gehörig.
Drum, was Du hast, das nimm für viel,
Beim Hoffen und Wünschen giebt'S kein Ziel.
L a n g b e i n»
65 .
Lieb' ohne Weisheit taugt nicht viel,
Trifft selten das erwünschte Ziel,
In» Geiste Licht, im Herzen Kraft,
Ist, was des Guten Bestes schafft.
66 .
Hörst Du beim Silberglanz der Sterne,
Leis' im verschwiegenen Kämmerlein,
Gleich AeolS-Harfen aus der Ferne,
Das Bundes-Wort: A u f e w i g Dein!
Dann schlumm're sanft; es ist mein Geist,
Der Freud' und Friede Dir verheißt.
Fr. von S chiller. 67 .
Was gut ist wird im Kampf bestehen,.
Nie kann das Gute untergehcn,
Die Spreu nur wird des Sturmes Sviel!

