52

II. Abtheilung.

73 .

' Den Platz, den Dir die Vorsehung angewiesen, bist Du verpflichtet, mit aller Deiner Thätigkeit zum Besten Deiner Hausgenossen, Mitbürger, Mitmenschen anzuwendcn und Wahrheit. Gerechtigkeit, Ordnung, Harmonie und höchst möglichste Vollkommenheit muß Du mit Liebe umfassen.

Wie land.

71 .

Den Hochmüthigen st'ielcn gegen Geringere''ist Härte, gegen seines Gleichen Dummheit. Demuty ge­gen Alle ist die schönste und beste Blüthe der Bildung. Grob sein kann jeder Eckensteher.

75 .

Handle! durch Handlungen zeigt sich der Weise, Ruhm und Unsterblichkeit ist sein Geleit,

Zeichnet mit Thaten die schwindenden Gleise 's Unsrer flüchtig entrollenden Zeit.

Den uns umschließenden Zirkel beglücken,

Nützen so viel, als ein Jeder vermag;

O, das erfüllet mit stillem Entzücken,

O, das entwolket den düstersten Tag.

76 .

Stets handle fest, nach männlichen Gesetzen,

Die Du Dir schreibst, und eines zu verletzen Sei Hochverrats) an der Vernunft.

Trägst Du Zufriedenheit in Deiner Seele,

So hast Du Glück für Dich genug, so quäle Dich nicht um Beifall einer Zunft.

S e u m e.

77 .

Die Tugend ist das Band der Freude Kein Bündniß dauert ohne sie;

Das Laster stiftet Menschenfeinde,

Und nie der Herzen Harmonie '>

Ja, suchte jeder Mensch die Tugend,

---- - So würde Freundschaft allgemein.