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aus dem Volk wählt, die Freuden und Leiden des Volkes schildert, weil er mit dem Volk sich freut, und mit dem Volk leid't, der, ob­wohl er hochdeutsch reden könnt, die Sprache des Volkes spricht, damit die Worte der Erheiterung, Belehrung und Warnung, die er in's Volk hineinschleudert, vom Volk um so besser verstanden werden, so ein Dichter gehört zum Volk, und sein größter Stolz is es, wenn man ihn ein V o l k s d i ch t e r heißt. Ein Schriftsteller aber, der seine hochdeutsche Sprach' nur gebraucht, um katzbuckelnd in gewissen Krei­sen was zu erlauschen, und der dann heimlich und anonym in aus­wärtige Zeitungen perfide Corre- spondenzen loslaßt, in denen das Vaterland zerrissen, jedes edlere Streben desselben verhöhnt, und Alles, was es thut, in den Koth getreten wird, so ein Schriftstel­ler, der alle Wochen um 1 Tha- ler 15 Silbergroschen sein Vater­land verrath, g'hört zum Pöbel, und wenn er jeden Artikel in Gla­ce-Handschuh schreibt.

Spannb. Herrschaft, versagt ihm's.

Stoß. Den zahl' ich heut'aus d' Nacht ein Wein!

Falkner, snicht ohne Thcil- nahme.j Genug, ich brauche keine Lektion. Ich bin alt genug, um den Schulmeister ersparen zu können.

Jakob. Na, wenn man in Ihren Jahren noch improvisirte Nichten hat, Herr Onkel doch Sie haben Recht. Genug. Jhab's Ihnen nur g'sagt, damit Sie nit zu hochmüthig gegen die Leut' in Hemdärmeln sein, denn es gibt ein alt's Sprichwort: »Hochmuth kommt vor'm Fall."

Falkner smir Bewußtsein.J Was kann mich zum Fall bringen?

Achte Scene.

Vorige. Ein Bedienter.

Bed. srasch eintreteud.s Eine telegrafische Depesche!

Falkner. Aus Trieft, gib her! sÖffnet, liest mit Entsetzen. > sVerlo- ren! Ich bin ein Bettler! I Sinkt auf einen Stuhl.f

Hr. v. Parkow. Was ist's denn? sHebt die Depesche aus, die Falkner fallen ließ. I Bombardement vor Odessa, alle dreißig Schiffe ver­brannt; Triest, die Firma Weit­mann und Compagnie fallirt, gar nichts gerettet.

Falkner sim größten Schmerz! Ich bin ein Bettler! sAllgemetne Aufregung. Pause.j

Nani sfällt Falkner um den Hals.j Onkel! armer, armer Onkel!

Jakob. Sie umarmt ihn, sie weint, ach, da muß's do ihr wirk­licher Onkel sein, denn die falschen Nichten pflegen immer im Stich zu lassen, wenn die falschen Onkel nix mehr haben.

Steig. Jetzt hört die G'schicht auf gemüthlich zu sein, was is denn jetzt mit mein Zins?

Murr. Und mit meine 25,000 Gulden?

Falkner. Ich bin zahlungs­unfähig !

Parkow. Murr. Steiger. Crida! Bankerott!

Falkner. Herr Schwieger­sohn, Sie könnten helfen

Hr. v. Parkow. Ich! du gü­tiger Himmel! Wir vrankfurter sind zuerst Kaufleute, dann Verwandte dazu die gegenwärtige Geschäfts- Krise das Agio, # thut mir leid aber Schwiegerpapa, ich kann nichts für Sie thun. e

Falkner. Aber Du,mine Tochter