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Der packt jetzt beim Röhrbrunn die Kö- chinen an.
3m Opernhaus da rauscht Applaus, Man jubelt eine Tänz'rin raus,
Die alten Herrn im Parterre,
Die kennen sich von G'nuß nit mehr. „Die Augerln schwarz! die Wangerln roth! „Die Arm! die Waden! Gott! o Gott! „Die Fülle, ach! die Üppigkeit!
„Sie is d' Schönste uns'rer Zeit!"
S' Ballet is vorüber, die Tänz'rin fahrt z'Haus,
Geschäftige Zofen die kleiden sie aus.
Sie liegt auf dem Divan und athmet nun schwach,
Wär' da so ein Alter im Seitengemach— Und betrachtetdie üppige Tänz'rin z'Haus, Da schaut's wie das G'stell von ein' Reg'nschirm aus.
Es schreit ein Herr: „3n uns'rer Stadt „Da sollt' ich sein Gemeinderath,
„Den Mißbrauch packet scharf ich an, „Ich leidet keinen Schlendrian,
„Für's Wohl der Stadt war' nie ich z'faul, „Ich z'reißet immer gleich mir's Maul; „Komm ich hinein, Ihr sollt's erleb'u, „Ich werd'dem Ding a Wendung geb'n!" Es kommen die Wahlen, und wie's halt schon geht.
Der Nam' von dem Herrn auf den Wahlzetteln steht,
Sein Muth hat die Wähler zu Freunden gemacht,
Und hat ihn euch glücklich in Rath hinein bracht;
Was thut jetzt im Rath drin der bissige Herr?
Jetzt halt er sein Maul als ob's z'samm' g'wachsen war.
Früh Morgens in ein Zimmer tritt Ein Herr ganz artig und solid,
Vier Fräuleins, noch im Neglige,
Fahr'n vom Kaffeh entsetzt in d' Höh;
S' geh'n bis zum Hals die Schlafröck' z'samm,
Doch Schlafröck seh'n ist unschicksam.
D>'e Vier sammt der Mutter schrein: Mein Herr, wie kann so keck man sein? Am Abend is Ball, alle Viere sein da, Entblößt sein die Schultern, entblößt i- der Hals,
Was zeigt so ein auSg'schnittnes Ballkleid nit All's,
Am Morgen der Herr hätt' beinahe kriegt Wir, —
Aber, was man auf d' Nacht steht, ah das — das macht nir!
Ein armer Sünder sitzt am Tod,
Die Todesangst die macht ihm Noth, ’ Bei Tag und Nacht, wie fürchterlich, Sieht er den Galgen schon vor sich.
Am letzten Tag da fleht der Mann Noch einmahl die Gerichte an.
Daß er noch was am Herzen hrt; Gefällig kommt zu ihm der Rath.
„Herr Rath," spricht in Thränen jetzt der Delinquent,
„Ich leg' ein Geheimniß noch in ihre Hand': „Ich weiß, ich muß sterben, jedoch eine Gnad'
„DiemüffenSiemir noch gewähren, Herr Rath.
„Wenn ich morgen werd' aufg'hängt, so bitt ich nur drum'.
Daß ich nit als Roman in die Zeitungen kumm!
Ein Mann wird malträtirt vom Weib,
Er tragt die Spuren oft am Leib,
Sein Leben is ein Iammerthal,
Doch endlich endet seine Qual.
Der Tod hat sich in's Mittel g'legt.
Mit Erde wird die Frau bedeckt, Aufathmend ruft der Mann: Aus Ehr'!
I hrir ath' ganz g'wiß nimuiermehr!
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