finde ich nur Verdammliches, in Dir nur Heil und Erlösung. Ich habe viel begangen, weßhalb ich billig verdammt werden müßte: Du hast nichts unterlassen, wodurch Du mich nicht barmherziglich heilen könntest.
Ich höre Deine Stimme im hohen Liede, die mir zuruft, mich in den Felsenritzen zu verbergen: Du bist der Fels meiner Zuverficht; die Felsenritzen find Deine Wunden; in ihnen verberge ich mich gegen die Anklagen aller Kreaturen.
Zum Himmel schreien meine Sünden: doch stärker noch schreit Dem für meine Sünden vergossenes Blut. Mächtig find meine Sünden, um mich vor Gott anzuklagen; mächtiger aber ist Dein Leiden, mich damit zu vertreten. Mein durch und durch ungerechtes Leben ist mächtig, mich zu verdammen, weit mächtiger aber Dein allergerechtesteö Leben, mich zu erretten.
Von dem Throne der Gerechtigkeit wende ich mich zum Throne der Barmherzigkeit und ich flehe, gehe nicht mit mir ins Gericht, bevor Du nicht Dein aller- heiligstes Verdienst zwischen mich und Dein Gericht gestellt hast.

