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Fünf und dreißigste Betrachtung.
Von der Nothwendigkeit, den Gei; zu fliehen.
Wer ist wohl ärmer als der Geizige?
Eben so sehr, wie wir das Heil unsrer Seele zu lieben haben, eben so sehr müssen wir das Laster des Geizes hassen.
Ter Geizige ist der ärmste unter allen Menschen, denn ihm mangelt sowohl das, was er hat, als das, was ihm fehlt. Er ist der u n g l ü ck l i ch st e unter allen Menschen, denn er ist gegen Niemand gütig, gegen stch aber handelt er am übelsten.
Der Hochmuth ist der Sünden Anfang, der Geiz der Sünden Wurzel, jener durch Abkehr von Gott, dieser durch Zukehr zur Kreatur.
Der Reichthum bewirkt beim Erwerb Schweiß, beim Besitz Furcht, beim Verlust Schmerz, und was noch schlimmer ist, der Geizigen Arbeit ist nicht blos vergänglich, sondern auch vergeblich. Der Rcichthum verläßt dich oder du mußt ihn verlassen. Setzest du auf Reicb- thum deine Hoffnung, worauf willst du im Tode hoffen?
Wie kannst du deine Seele Gott befehlen, wenn du Ihm deines Leibes Sorge nicht anvcrtraust? Der allmächtige Gott sorgt für dich, warum zweifelst du, d aß Er dich versorgen könne? Der all erw eise st e Gott sorgt für dich, was ängstest du dich, wie Er dick

