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Erkenne aus der Größe des Lösegeldes die Größe der Gefahr, aus der Kostbarkeit des Heilmittels die große Fährlichkeit der Krankheit. Fürwahr groß sind die Wunden, welche nur durch die Wunden des leben­digen und lebendig machenden Fleisches geheilt werden konnten; fürwahr groß die Krankheit, die nur des Arz­tes Tod zu heilen vermochte.

O, gläubige Seele, betrachte den flammenden Zom Gottes. Sein einziger, eingeborner, einzig geliebter Sohn hat sich gleich nach dem Sündenfalle zum Für- bitter dargeboten: doch wurde Sein Zorn nicht abge­wendet. Er, durch den Gott die Welt gegründet, trat als Mittler ein und nahm als höchster Sachwalter unserer Seligkeit der Elenden Schuld auf sich und dennoch wandte sich Gottes Zorn nicht.

Da nahm der Heiland unser Fleisch an sich, um durch Vereinigung Seines herrlichen, göttlichen Wesens mit unserm Fleisch dieses von seiner Sündigkeit zu rei­nigen und durch Mittheilung der heilenden Kraft der vollkommenen Gerechtigkeit das unserm Fleische anhän­gende Sündengift auszutilgen und ihm Gnade zu ver­schaffen. Doch noch war Gottes Zorn nicht abgewendet.

Da nimmt Er auf sich die Sünde und die Strafe der Sünde: Sein Körper wird gebunden, geschlagen, verwundet, zerstochen, gekreuzigt, ins Grab gelegt. Sein Blut strömt unter großen Qualen wie der Thau aus