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Gerichtes verdammest. Der Schooß Deiner Barm­herzigkeit wird nicht enger werden, wenn Du mich in demselben ausnimmst. Du wirst nicht weniger reich werden, wenn Du mir Brosamen Deiner Güte zukom­men lässest.

Du bist mir zu gut geboren, mir zu gut beschnitten, Du bist mein Jesus worden. O wie ist dieser Name so süß, so ergötzlich. Denn was heißt Jesus anders als Heiland, Erlöser, Seligmacher, und welches kann die treffen, die Du erlöset hast? Was haben wir außer der Seligkeit noch zu bitten und zu verlangen?

O, Herr Jesu, nimm auch mich unter die Zahl Deiner Jünger auf, daß ich mit ihnen Deinen heiligen und seligmachenden Namen loben könne.

Habe ich Dir denn mit dem Verlust meiner Un­schuld auch Deine Barmherzigkeit rauben können? Kannst Du, o mein Erbarmer, mich nicht dennoch selig machen, obgleich ich armer, elender Mensch mich ver­loren und mich der Verdammniß schuldig gemacht habe? O Herr, vergiß beim Anblick meiner Sünden nicht Deiner Barmherzigkeit. Laß meine Sünden nicht Dein Verdienst überwiegen, vergiß über meinem bösen Wesen nicht Deiner Güte. Gedenke nicht Deines Zornes gegen den Schuldigen, sondern Deiner Barm­herzigkeit gegen den Elenden.

Könntest Tu, der Du mir die Seele gegeben, um mit ihr nach Dir mich zu sehnen, Dich dieser meiner