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genommen hat. Herr, ich habe wider Dich gesündigt, und meiner Sünden sind viel und übergroß: doch will ich nicht den schrecklichen Sündenfrevel begehen, daß ich Dich der Lügen beschuldigte, der Tu mit Wort, Werk und Schwur bezeugst, daß Du für meine Sünden genug gethan hast.
Ich fürchte meine Sünden nicht, denn Du bist meine Gerechtigkeit; ich fürchte meine Unwissenheit nicht, denn Tu bist meine Weisheit; ich fürchte den Tod nicht, denn Du bist mein Leben; ich fürchte den Jrrthum nicht, denn Tu bist meine Wahrheit; ich fürchte die Verwesung nicht, denn Du bist meine Auferstehung; ich fürchte die Schmerzen des TodeS nicht, denn Tu bist meine Freude; ich fürchte die Strenge des Gerichtes nicht, denn Du bist meine G e - rechtigkeit.
Der Thau Deiner Gnade und Deines belebenden Trostes träufle auf meine verschmachtete Seele. Mein Geist ist dürre geworden, aber bald wird er in Dir fröhlich jauchzen. Mein Fleisch wird matt und welk, aber bald wird es wieder grünen. Mir steht die Verwesung bevor, aber Tu wirst mich aus der Verwesung erretten, weil Du mich von allen Nebeln befreit hast. Du hast mich geschaffen, wie könnte das Werk Deiner Hände vernichtet werden? Du hast mich von allen meinen Feinden befreit: wie? sollte der einzige Tod mich überherrschen können? Du hast Deinen Leib und

