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der mir gnädig ist, gegen den ich allein gesündigt habe. Was Er mir nicht zurechnen will, ist als nicht geschehen zu betrachten. Es beunruhigen mich nicht meine schwe­ren, mannigfaltigen und oft wiederholten Sündenfälle: denn fühlte ich mich nicht von der Last meiner Sünden beschwert, so würde ich nach Seiner Gerechtigkeit nicht verlangen, ich würde nicht die Hülfe des Arztes an- rufen, wenn ich mich nicht krank fühlte. Ec selbst ist Arzt, Heiland, Gerechtigkeit; Er kann sich selber nicht verleugnen; ich bin elend, sündig, verdammt; auch ich kann mein Wesen nicht verleugnen.

Erbarme Dich meiner, mein Arzt, mein Heiland, meine Gerechtigkeit! Amen.

Neunte Betrachtung.

Von der ausschließlichen Liebe zu Gott.

Mit Gott verbindet die Liebe.

Erhebe dich, gläubige Seele, liebe das höchste Gut, in dem du alle Güter besitzest, ohne das du kein wahres Gut hast.

Kein Geschöpf kann unser Verlangen stillen, denn keine Kreatur enthält ein vollkommenes Gut, alle haben dasselbe nur theilweise erhalten. Wohl stießt auf die­selben ein Bächlein des Guten von Gott, die Quelle