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Die wahre Vorbereitung aber lehrt der Apostel mit dem einen Worte, indem er sagt: Der Mensch prüfe sich selbst und also esse er von diesem Brode. Diese von Paulus geforderte Prüfung muß aber, wie jede andere Prüfung vor Gott, nach der Richt­schnur des göttlichen Wortes angestellt werden.

Lasset uns darum zuerst unsere Schwachheit und Nichtigkeit betrachten. Was ist der Mensch? Staub und Asche; aus Erde sind wir geboren, von der Erde leben wir, in die Erde kehren wir wieder zurück. Was ist der Mensch? Ein stinkender Same, ein Be- hältniß der Unreinigkeit, eine Speise der Würmer. Zur Arbeit und nicht zur Hoheit geboren, vom Weibe und darum in Sünden geboren lebt der Mensch nur kurze Zeit und darum in Furcht, unter vielem und großem Elend, was Leib und Seele zugleich berührt und darum unter vielen Thränen. Er kennt weder seinen Etn- noch seinen Ausgang. Einer Sommerpflanze gleich leben wir nur kurze Zeit, in dieser kurzen Lebenszeit treffen uns aber wahrlich keine kurzen Schmerzen und Mühen.

Wir wollen dann unsere UnWürdigkeit betrach­ten. Alle Geschöpfe sind im Vergleich zum Schöpfer ein Schatten, ein Traum, ja sie sind Nichts; so auch der Mensch, der aber auf mehrfache, schwere Weise noch dazu unwürdig ist, da er durch seine Sünden seinen Schöpfer beleidigt hat. Gott zürnt aber über unsere