ist des Bräutigams Gerechtigkeit, die wir in der Taufe ungezogen haben, denn unsere Gerechtigkeit ist ein zu beflecktes Kleid, als daß es zum Hochzeitskleid dienen könnte. Furcht erfülle uns darum, zu dieser hochzeitlichen Feier die garstigen und befleckten Kleider unserer eigenen Werke darzubringen. Der Herr selbst bekleide uns, auf daß wir nicht nackt erfunden werden.
Ein und zwanzigste Betrachtung.
Von Christi Himmelfahrt.
Laßt uns mit Christo gen Himmel fahren
Betrachte, o gläubige Seele, deines Bräutigams Himmelfahrt. Christus hat Seine sichtbare Gegenwart den Gläubigen entzogen, um ihren Glauben zu üben, denn selig sind, die nicht sehen und dock^ glauben. Wo unser Schatz ist, soll auch unser Herz sein. Unser Schatz ist im Himmel, darum soll unser Herz auch an himmlischen Dingen hängen, nach dem trachten, waö oben ist.
Wie eine Braut sich mit großem Verlangen nach der Rückkehr ihres Bräutigams sehnt, so verlangt die gläubige Seele immer nach jenem Tage, an dem sic zur Hochzeit des Lammes geführt werden soll. Sie soll fest auf das Unterpfand des heiligen Geistes bauen, das ihr

