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Aristoteles nennt Scyllis aus Lydien als Erfinder der Kunst in Erz zu gießen, und Theophrast den Lydier Delas. Unter Theodorus und RoncuS auS Samos, 700 Jahr vor Christi Geburt, halte diese Kunst bedeutende Fortschritte gemacht, und Plinius schreibt diesem letzlern auch die Kunst des Modelli- rens zu.
Die Alten wußten sehr wohl, daß sie durch einen Zusatz von Zinn das Kupfer leichter flüssig machen konnten, und daß das dadurch erhaltene Metall zugleich viel harter wird; dessen ungeachtet gossen sie häufig Statüen aus reinem Kupfer, vielleicht weil sie das gehörige Verhaltniß der Beschickung nicht wußten, oder weil das Kupfer sich selbst, während der Opera, tionen, die sie damit Vornahmen, verfeinerte. Die Alten verstanden die Kunst, das Kupfer durch Zusatz zu harten, obschon sie das gehörige Verhältniß deS letztern nicht anzugeben wußten, und die Menge von Sperren, Dolchen u. s. w., die man heut zu Tage noch überall ausgräbt, zeigt, daß man häufigen Gebrauch von dieser Melallcomposition gemacht hat. Agatharchidas, ein griechischer Geschichtsschreiber, der Loo Jahre v. Chr. lebte, erzählt uns, daß man zu seiner Zeit häufig Meißel und Hämmer aus Erz in aufgelassenen Bergwerken fand; daß auch die Aexte in den Gräbern der alten Peruaner aus demselben Metalle sind, ist uns aus der neuern Geschichte bekannt.
Wir wissen nicht, wie die Alten bei ihren Gießereien verfuhren, nichts von ihren Oefen u. s. w., ob-

