die Erfahrung von Jahrtausenden und durch chemische Analyse antiker Bronze hinlänglich erwiesen ist.

Es muß bei dieser Lage der Ding? allerdings befremden, daß wir in unfern Tagen die Anwendung der Bronze bei Verfertigung der Medaillen aufgeben, und Kupfer dafür anwenden konnten; «in Metall, auf welchem das Gepräge durch Reibung > so leicht verschwindet, und das, als Münze' oder Medaille unter der Erde vergraben, in wenigen Jahrzehenden mehr leidet, als die Bronze der ältesten Zeiten nicht gelit­ten hat.

Die Kunst, Medaillen aus Bronze zu verfertigen, wurde im i6ten Jahrhundert von den Paduanern aus der Vergessenheit hervorgerufen, und ging wieder verloren; seit der Errichtung der Münze in Frankreich unter Heinrich II. wurde ausschließlich feines Kupfer hierzu verwendet. Offenbar war es nicht die Ehrmie, die bei dieser Auswahl des Materials als Leiterin diente; man wollte die Alten nur in der Vollendung ihrer Arbeit und in der Farbe der Bronze nachah­men. Die Hammerbarkeit des Kupfers erleichterte die Verfertigung der Medaillen, und veranlaßte daher, daß man dieses Material vorzog; Gewohnheit hat hierauf durch mehrere Jahre den Gebrauch desselben, wenn man so sagen darf, geheiligt.

Die chemische Analyse der antiken Bronze hat erwiesen, daß Zinn stets, jedoch nicht immer in demselben Verhältnisse, in derselben vorkommt; man findet es von 5 bis zu 12 Hunderttheilen als