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schlug ihm das Herz vor Freude, als er am sechsten Tage end­lich Paris erreichte.

Doch in seinem Innern keimte ein Gedanke, der ihn mit Wonne erfüllte, es war der an Camilla; er hoffte nun auch in den Besitz seines Vermögens zu kommen, und dann wollte er nach Venedig zurückkehren, Iheils auch, um sich an Campello zu rächen.

Es war schon elf Uhr, als er durch die Barriere fuhr. Da er der späten Stunde halber seinen Onkel nicht mehr stören wollte, so beschloß er, in einem Hotel abzusteigen und nach einer Viertelstunde etwa hielt er vor einem solchen.

In demselben Augenblicke hielt noch ein Reisewagen, aus welchem zwei männliche, in Mäntel gehüllte Gestalten stiegen, welche sich ebenfalls in das Hotel begaben. Die drei Nachtgäfte traten zugleich in das noch erleuchtete Gastzimmer.

Als Einer der Beiden Henri bemerkte, schien er überrascht und seinen Freund auf ihn aufmerksam zu machen, was Ersterem jedoch entgangen war.

Absolution und Gericht.

In Venedig faß der Priester in seinem Zimmer. Er befand sich in tiefem Nachdenken. Sein Gesicht hatte einen ungewöhn­lich Lüstern Ausdruck. Er erhob sich mit einer gewissen Unruhe von seinem Platze und ging im Zimmer auf und nieder.

Er bleibt lange, flüsterte er; doch ich hoffe, er wird bald eintrcffen, denn um elf Uhr geht das Schiff ab und jetzt ist es bereits zehn.

Dann versank er in tiefes Schweigen.

Bald wird Alles vollbracht fein, begann er wieder; Edgar todt, Sylvio todt, und Lucrezia die Meine! Liebe, o Liebe! Du vermittelndes Prinzip zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott­heit und Welt, zwischen Natur und Geschöpf, Du führst mich zum Verbrechen! Doch kann es Sünde sein, aus Liebe zu mor­den? Nein, der Mord, dem sie zum Grunde liegt, ist geheiligt.