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schluß gefaßt haben, für heute jedoch will ich mich entfernen. Leben Sie wohl, bleiben Sie meiner eingedenk; was die Ver­leumdungen anbetrifft, die man wagte, über mich laut werden zu laffen, so überlasse ich eS Ihnen, nach Belieben darüber zu den­ken, doch schmerzlich würde cs mich berühren, wenn Sie dem miß­trauen könnten, der Ihnen wahrlich nimmermehr dazu Veran­lassung gegeben hat.

Es soll keiner Macht gelingen, rief Lucrezia, mein Ver­trauen auf Sie, hochwürdiger Pater, jemals zu erschüttern; lebt doch Keiner außer Ihnen, der Mir Trost und Zuflucht ist. Edgar ist tobt, mit ihm starb mir die ganze Welk, mir blüht auf ihr keine Hoffnung mehr; die Tage, die mir der Himmel, bestimmt hat, will ich in stiller Trauer und Ergebenheit vergehen lassen, bis er mich abrufen wird, um mich mit ihm zu vereinigen, so lange aber lege ich mein Loos in Ihre Hand.

Und somit in die Hand Gottes, erwiderte der Priester in salbungsvollem Tone und verließ, indem er sie ernst grüßte, das Gemach.

Sechs Tage später in der Dämmerungsstnnde erschien eine ältliche Dame bei Lucrezia, welche ihr ein Schreiben übetceid)te; das diese hastig erbrach und durchlas.

Ich werde Ihnen morgen in aller Frühe folgen, sagte Lucrezia, nachdem sie geendet hatte, gern gehe ich dahin, wohin er mich ruft.

Am andern Tage bewegte sich eine Equipage auf der Land­straße nach Verona zu. *

Der Trauerbote.

Wir verließen Henri, als er eben im Gafthofe zu Paris ab­gestiegen war. Wie wir uns entsinnen werden, traf er dort mit zwei andern eben angekommenen Fremden zusammen, welche ihn